Presseinformation
Ende der vergangenen Woche erhielten die VinziWerke ihre Förderzusage vom Sozialressort des Landes Steiermark für das laufende Jahr. Im Vergleich mit anderen Organisationen, deren Fortbestehen durch massive Förderstopps existenziell bedroht ist, kommen die VinziWerke noch relativ „glimpflich“ davon. Die Streichungen bedrohen dennoch die gesamte Soziallandschaft der Steiermark. Deshalb schließen sich die VinziWerke Österreich den Forderungen der Sozialorganisationen an und unterstützen die Initiative zur Rettung der sozialen Zivilgesellschaft vollumfänglich.

In einer heutigen Aussendung richten Organisationen, wie die Caritas Steiermark, der Verein ZEBRA, die Antidiskriminierungsstelle Steiermark, die RosaLila PantherInnen und ISOP- innovative Sozialprojekte stellvertretend für viele andere betroffene Einrichtungen einen dringenden Appell an die Landesregierung, ihre folgeschweren budgetären Entscheidungen zu überdenken.
O-Ton. VinziWerke-Geschäftsführerin Nicola Baloch: „Auch die VinziWerke haben Ende vergangener Woche eine Antwort auf ihre Subventionsansuchen erhalten. Seit Beginn des Jahres haben wir mit einem Provisorium gewirtschaftet, das uns aufgrund der vergangenen Landtagswahlen lediglich als Überbrückung zugesagt wurde, das aber keine Rücksicht auf inflationsbedingte Kostensteigerungen nahm.
Für die VinziWerke ist dieser Einschnitt noch nicht existenzbedrohend, sehr wohl sehen wir aber die Soziallandschaft der Steiermark in ihrer Gesamtheit gefährdet. Wenn die Unterstützung der Menschen, die hier leben, aus den zahlreichen betroffenen Hilfsangeboten, die bisher exzellente Arbeit geleistet habe, ausbleibt, so werden viele Menschen und der soziale Frieden auf der Strecke bleiben. Uns wird es nicht möglich sein, alle aufzufangen.
Viele der Vereine, denen nun ihre Finanzierung entzogen wurde, werden künftig auf private Spenden angewiesen sein oder ihre Arbeit ganz einstellen müssen. Indem die öffentliche Hand Förderungen für so wichtige Angebote streicht, überträgt sie die Verantwortung für das soziale Auffangnetz für Menschen am Rande unserer Gesellschaft privaten Spender*innen. Das halten wir für grob fahrlässig.
Wir schließen uns deshalb den Forderungen der sozialen Organisationen an, diese Entscheidung zu überdenken. Für konstruktive Gespräche stehen wir jederzeit bereit“, unterstreicht Nicola Baloch.
Zersprengung des Hilfsnetzwerks. Gerade angesichts des furchtbaren Amoklaufs, der die Steiermark weit über ihre Grenzen hinaus tief erschüttert hat, befremdet dieser einschneidende Schritt: „Die politischen Verantwortlichen haben in Folge des Amoklaufs versprochen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Die Förderstopps entsprechen viel mehr einer Zersprengung des zivilgesellschaftlichen Hilfsnetzwerks“, so Nicola Baloch abschließend.
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