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Hilfe die wirkt: Erzbischof Grünwidl beeindruckt von der VinziRast

Zwischen Vatikan und VinziRast

Von: Jessica Palmer

Ursprünglich erschienen in der Zeitschrift „Armendienst“, Jahrgang 41/3

(c) Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

Wenige Tage vor seiner Privataudienz bei Papst Leo XIV. besuchte Wiens Erzbischof Josef Grünwidl die VinziRast-Notschlafstelle und das CortiHaus in Wien-Meidling. Der Kontrast zwischen den prunkvollen Räumen des Vatikans und der schlichten Einrichtung der VinziRast könnte größer kaum sein, doch gerade hier erlebte der Erzbischof bewegende Begegnungen.

Leise und bescheiden betrat er das Haus der VinziRast. Begleitet von Obfrau Veronika Kerres lernte er Bewohner*innen kennen, die ihm offen von ihren Lebensgeschichten erzählten. Grünwidl hörte aufmerksam zu, stellte Fragen und nahm sich Zeit für persönliche Gespräche. Im CortiHaus berichteten ehemals obdachlose Menschen von Ihrem Weg zurück in ein stabileres Leben. Ein Bewohner sagte: „Ich glaube nicht, dass ich noch am Leben wäre, wenn ich nicht in die Notschlafstelle gekommen wäre“. Für viele seien Menschen im Haus inzwischen zu einer zweiten Familie geworden.

Ein letzter Wunsch

Besonders bewegend war die Begegnung mit einem schwerkranken Bewohner, der um einen Segen bat. Der Erzbischof erfüllte ihm diesen Wunsch sofort. Sichtlich bewegt und mit feuchten Augen nahm der Bewohner den Segen entgegen. Anschließend besichtigte er die Notschlafstelle, die bis zu 48 Gästen einen Schlafplatz, warme Mahlzeiten und saubere Kleidung bietet. Beeindruckt zeigte sich der Erzbischof vom großen ehrenamtlichen Engagement und erinnerte an ein Zitat Adolf Kolpings: „Was man im Großen nicht kann, soll man im Kleinen nicht unversucht lassen.“ Sein Fazit nach dem Besuch: „Das ist eine tolle Einrichtung.“