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Immer am Weg

Zuerst erschienen im „Armendienst“, Jahrgang 40/3, im August 2025

„Wir sind niemals am Ziel, sondern immer am Weg.“ Dieses Zitat vom hl. Vinzenz von Paul ermutigt uns seit zehn Jahren im Einsatz für eine bessere Welt und steht für unsere Projekte, um Menschen in allen Lebensphasen zu erreichen. Von: Marie-Luise Mürzl, Obfrau der VG Bezirk Murau

Fotos (c) Domenik Kainzinger-Webern, Mürzl

Am 01. Juni 2025 haben wir unser Jubiläumsfest mit vielen Gästen aus Nah und Fern, bei strahlendem Sonnenschein und dem überraschenden Besuch von Weihbischof Johannes Freitag gefeiert. Es war uns ein besonders Anliegen, das Jubiläum mit einem Gottesdienst zu beginnen, der von unseren zwei Gründungsmitgliedern, den  Diakonen Mag. Rupert Unterkofler und Bernhard Mürzl mit einer großen Ministrantenschar wunderschön zelebriert und vom Seniorenchor St. Peter/Kbg. und der Greimbrass musikalisch umrahmt wurde.

Von links: Lic.theol Ciprian Sascàu, Mag. Karin Dorfer, Diakon Mag. Rupert Unterkofler, Mag. Renate Unterkofler, Weihbischof Mag. Johannes Freitag, Marie- Luise Mürzl, Diakon Bernhard Mürzl

Bei der Gründung der Vinzenzgemeinschaft im Bezirk Murau konnte sich niemand vorstellen, welche Dimensionen das alles annehmen würde, wie groß es werden würde und wie viel Gutes daraus entstehen könnte. Genau dies betonte auch Mag. Christine Koller, Präsidentin des Zentralrates der steirischen Vinzenzgemeinschaften, in ihrer Ansprache, als sie den großartigen Einsatz der Ehrenamtlichen würdigte und auf unsere zahlreichen Projekte hinwies.

Wir feierten dieses Fest zudem zu Ehren unseres Schutzpatrons, des hl. Vinzenz von Paul, der in diesem Jahr seinen 444. Geburtstag begeht. Inspiriert von seinen Suppenküchen, durch die er Hunderttausenden von Menschen das Leben rettete, haben wir eine „Hl. Vinzenz-Box“ unter dem Motto „Was Gesundes für dich – ein Teller Suppe für mich“ entworfen und unterstützen mit dem Erlös Suppenküchen, ganz im Sinne des hl. Vinzenz.

Beim Benefizkonzert verwöhnte uns die Greimbrass Band mit guter Musik, und die Landjugend der Ortsgruppen St. Peter, Peterdorf-Althofen, Pöllau und Schöder unterstützten uns mit großartigem Einsatz bei der Ausgabe von Getränken, Kuchen, Kaffee und vielem mehr. Die Vinzenzgemeinschaft Judenburg trug mit zahlreichen Preisen für das Glücksrad bei, und viele Sponsor*innen spendeten weitere Gewinne, die mit großer Freude entgegengenommen wurden. Mit dem Erlös werden wir Familien im Bezirk Murau unterstützen – besonders auch jene Menschen, an die sonst niemand denkt.

Weil es uns wichtig ist für alle Menschen und Altersgruppen etwas anzubieten, ergänzen wir unsere laufenden Projekte, wie KOSTNIX-Laden, Lebensmittelverteiler, Rucksackprojekt, Hilfslieferungen nach Osteuropa, Weihnachtspaketaktion und vieles mehr, laufend durch neue Aktivitäten. So können wir, je nach den uns zur Verfügung stehenden Mitteln, immer wieder gezielt Gutes tun und Menschen im Bezirk unterstützen.

In den vergangenen Jahren haben wir mehrfach den Welttag der Großeltern und älteren Menschen in den Mittelpunkt gerückt. Dieser Gedenktag wurde von Papst Franziskus ins Leben gerufen, um die Rolle älterer Menschen zu würdigen und sichtbar zu machen, dass sie ein großes Geschenk für Familie, Kirche und Gesellschaft sind. Als Zeichen unserer Dankbarkeit und Wertschätzung verteilten wir an alle 440 Bewohnerinnen und Bewohner der sieben Pflegeheime im Bezirk ein liebevoll zusammengestelltes Geschenkssackerl mit einem Weihwasserfläschchen, einer Segenskarte und einem Lebkuchenherz aus Mariazell mit der Aufschrift „DANKE“. Die Freude unserer älteren Mitmenschen war überwältigend und viele berührende Momente werden uns für immer in Erinnerung bleiben.

Gerade an diesem Tag sollen die Lebensleistungen älterer Menschen und ihr wertvoller Beitrag für das gesellschaftliche Zusammenleben gewürdigt werden. Leider werden in unserer Gesellschaft jene älteren Menschen, die zu Hause gepflegt werden, oft vergessen. Dabei sind viele von ihnen tagtäglich auf Angebote wie „Essen auf Rädern“ angewiesen.

Unsere Einladung zum gemeinsamen Mittagessen löste große Freude aus, begleitet von dem Gefühl, nicht vergessen zu sein.