Tag des Ehrenamts

Alltagsheld*innen verbrachten 130.000 Stunden im Dienst der Gemeinschaft

Armut ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dennoch zeigen viele Menschen eine große Bereitschaft, sich für andere zu engagieren: Rund 800 Ehrenamtliche spendeten den VinziWerken im vergangenen Jahr 130.000 Stunden ihrer Zeit. Doch die Zahl der Freiwilligen ist im Sinken begriffen.

(c) Irmgard Gruber

Seit der offiziellen Ausrufung durch die Vereinten Nationen im Jahr 1986 wird der 5. Dezember weltweit als Tag des Ehrenamts gefeiert. Dieser Tag ist eine Gelegenheit, die bedeutende Rolle zu betonen, die freiwilliges Engagement in unserer Gesellschaft spielt, und um jenen zu danken, die durch ihren ehrenamtlichen Einsatz einen positiven Einfluss auf das Leben anderer haben.

Zahlen

Alltagsheld*innen haben in diesem Jahr in den verschiedenen Einrichtungen und Projekten der VinziWerke eine beeindruckende Gesamtzahl von 130.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Doch die Zahl der freiwilligen Helfer*innen sinkt: 900 waren es noch in den vergangenen Jahren, nachdem die Coronapandemie eine große Welle an Solidarität ausgelöst hatte. 2023 zählten die Einrichtungen und Projekte österreichweit allerdings 800 Freiwillige, noch weniger Personen ist es möglich, sich längerfristig zu engagieren.

O-Ton

„Unsere Ehrenamtlichen zeigen das ganze Jahr über eine beeindruckende Einsatzbereitschaft und übernehmen sogar Dienste an Feiertagen wie Weihnachten. Was unsere Helfer*innen vereint ist der gemeinsame Wille, anderen Menschen zu helfen. Wir sind sehr dankbar, so viele engagierte Ehrenamtliche in unseren Einrichtungen und Projekten begrüßen zu dürfen. Gleichzeitig beobachten wir jedoch eine Veränderung im Ehrenamt. Viele Menschen engagieren sich heutzutage lieber projektbezogen, als langfristig. Wir müssen uns dieser Entwicklung anpassen, um einen den Betrieb unserer Einrichtungen weiterhin sicherzustellen“, so Nicola Baloch, Freiwilligenkoordinatorin der VinziWerke Österreich.

Ehrenamtsaufruf

Die VinziWerke werden zu 70 Prozent aus Spenden finanziert. Neben finanzieller Unterstützung sind wir auch auf Zeitspenden angewiesen. Deswegen suchen wir kontinuierlich nach neuen Alltagsheld*innen, die Zeit sowie ein offenes Ohr und Herz mitbringen – spezielle Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich. „Oft hören wir von Menschen, dass sie zögern, sich zu engagieren, aus Angst vor der Verpflichtung. Es gibt aber viele unterschiedliche Möglichkeiten, sich bei uns zu engagieren. Auch wenn es nur ein Dienst im Monat sein sollte – wir freuen uns über jede Unterstützung“, erklärt Nicola Baloch. Interessierte laden wir herzlich zu einem unverbindlichen Kennenlern- und Informationsgespräch in unsere Koordinationsstelle ein.

Teil werden

Genaue Informationen über das Ehrenamt finden Sie hier.

Koordinationsstelle Graz. +43 316 58 58 00 bzw. vinzihaus@vinzi.at

Koordinationsstelle Wien. +43 676 8742 31 10 bzw. vinziwerke.wien@vinzi.at

Koordinationsstelle Salzburg. +43 676 8742 31 21 bzw. vinzidach@vinzi.at

Wer wir sind

Die VinziWerke sind 1990 aus der Vinzenzgemeinschaft Eggenberg entstanden, die sich um jene Menschen kümmert, die aus der Bahn geraten sind und deshalb in Armut leben. In den mittlerweile 40 Institutionen der VinziWerke in der Steiermark, Wien und Salzburg finden täglich bis zu 450 Personen Unterkunft und 1.700 Personen werden mit Essen und Lebensmitteln versorgt. Die Vinzenzgemeinschaft Eggenberg ist eine von 146 Vinzenzgemeinschaften in Österreich, weltweit sind es 50.000 in 148 Ländern. Die Vinzenzgemeinschaften sind Gruppen, die selbständig und unabhängig voneinander auf Basis der Ehrenamtlichkeit bemüht sind, Armen das Leben zu erleichtern bzw. sie wieder in die Gesellschaft einzugliedern.

Fotos in Druckqualität finden Sie unter „Aktuelle Pressebilder“ auf unserer Homepage (bitte © beachten): https://www.vinzi.at/presse/fotos/.

Rückfragehinweis
Svjetlana Wisiak, BA
Leitung Kommunikation
E: presse@vinzi.at
M: +43 676 8742 31 05