Nur sieben Personen für Empfangsdienste
60 Männer* können jede Nacht im VinziPort in Wien-Favoriten unterkommen, erhalten eine warme Mahlzeit und ein Bett. 16 freiwillige Mitarbeiter*innen zählt die Notschlafstelle insgesamt, der gesamte Nachtdienst wird derzeit von nur sieben Personen getragen. Damit der Betrieb aufrechtbleiben kann, bitten die Wiener VinziWerke dringend um Unterstützung durch Zeitspenden.
365 Tage im Jahr öffnet das VinziPort seine Pforten für Menschen in großer Not. Zur größten Zielgruppe zählen EU-Bürger*, die in Österreich über keine oder ungenügende Ansprüche verfügen und aus diesen Gründen in Armut leben müssen. 20.500 Nächtigungen hat die Einrichtung im vergangenen Jahr allein gezählt, was einer Auslastung von 94 Prozent entspricht. Im VinziPort erhalten unsere Gäste ein sicheres Bett für die Nacht und eine warme Mahlzeit. „Das VinziPort stellt für unsere Gäste einen Zufluchtsort dar. Hier können sie sich von ihrem harten Alltag erholen und etwas zur Ruhe kommen. Dieses Angebot können wir aber nur dank unserer freiwilligen Mitarbeiter*innen aufrechterhalten. Sie übernehmen bei uns den Empfang der Gäste und kochen für sie“, unterstreicht Hana Ella Hrubá, hauptamtliche Leiterin des VinziPort.
Großer Mangel
Sie richtet sich mit einer großen Bitte an Wiener*innen und andere Interessierte: „In der letzten Zeit ist die Anzahl der freiwilligen Mitarbeiter*innen stetig gesunken. Mittlerweile sind es nur 16 Personen, die sich ehrenamtlich bei uns engagieren, wobei nur sieben von ihnen Empfangsdienste übernehmen. Besonders schwierig wird es für uns, wenn jemand krank wird oder aufgrund privater Verpflichtungen absagen muss. Lange können wir den Betrieb so nicht mehr aufrechterhalten. Ich bitte daher dringend um Hilfe. Kommen Sie zum Schnuppern vorbei und erfahren Sie selbst, wie bereichernd eine freiwillige Tätigkeit sein kann“, lädt Hana Ella Hrubá ein.
Keine Fachkenntnisse notwendig
„Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen benötigen keine fachspezifischen Kenntnisse. Wichtig sind Empathie, Offenheit und Toleranz. Alle Interessierten können zunächst schnuppern und erhalten eine umfassende Einschulung bevor sie in den Dienst gehen. Von unseren Freiwilligen erhalten wir immer wieder die Rückmeldung, wie viel ihnen ihr Dienst zurückgibt: Erfahrung, Dankbarkeit, ein erweiterter Horizont und auch viel Dankbarkeit seitens unserer Gäste“, ergänzt Rafael Kirchtag, Koordinator der Wiener VinziWerke.
Winterpaket bald vorbei
Große Sorge bereiten Hana Ella Hrubá und Rafael Kirchtag die kommenden Wochen bis zur Beendung des Winterpakets im April: „Erfahrungsgemäß sind die Plätze in unseren Notschlafstellen nach Schließung der Winterquartiere besonders gefragt. Bis dahin brauchen wir im VinziPort eine stabile Anzahl an Freiwilligen, damit wir allen Menschen helfen können, die vor unserer Tür stehen“, appelliert sie abschließend.
Kontaktdaten
Interessierte können sich gerne direkt bei Hana Ella Hrubá unter 0664 7343 00 93 oder an hausleitung.vinziport@vinzi.at wenden.
Pressebilder zum VinziPort in Wien



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